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Regenwasser im Garten nutzen – So bauen Sie Ihre eigene Regentonne
Jedes Mal, wenn es regnet, fließen große Mengen Wasser vom Dach – doch der Großteil landet ungenutzt in der Kanalisation. Dabei könnten Sie das Wasser auffangen und zum Bewässern Ihres Gartens, zum Auto waschen oder für das Vogelbad verwenden. Mit einer selbst gebauten Regentonne ist das ganz einfach! Sie sparen Wasser, senken Ihre Nebenkosten und versorgen Ihre Pflanzen mit natürlichem Regenwasser.
Was ist eine Regentonne und warum lohnt sich die Anschaffung?
Eine Regentonne ist ein einfacher Behälter, der Regenwasser vom Dach auffängt und speichert. Meist steht sie unter einem Fallrohr und fasst zwischen 100 und 200 Litern, je nach Größe.
Diese Vorteile schätzen Hobbygärtner besonders:
- 💧 Kostenloses Wasser: Keine Belastung des Hauswasseranschlusses.
- 🌱 Gesündere Pflanzen: Regenwasser enthält kein Chlor und ist besser für Bodenlebewesen.
- 🌎 Nachhaltig: Mindert die Kanalisation durch weniger Regenabfluss.
- 💸 Spart Geld: Vor allem im Sommer sinken die Wasserkosten.
Das brauchen Sie für den Bau Ihrer Regentonne
Die meisten Materialien sind günstig und an Baumärkten oder Recyclinghöfen erhältlich.
- Kunststofffass oder großer Mülleimer (lebensmittelecht, 100–200 Liter)
- Auslaufhahn mit Montagekit
- Feines Maschensieb zum Schutz vor Schmutz und Mücken
- Optional: Fallrohr-Abzweigstück
- Bohrmaschine mit Lochsäge-Aufsatz
- Gummidichtungen und Teflonband
- Ziegelsteine oder Betonklötze zur Erhöhung der Tonne
Schritt-für-Schritt Anleitung zur Regentonne
Schritt 1: Die passende Tonne auswählen
Verwenden Sie ausschließlich lebensmittelechte Kunststofffässer, die keine giftigen Rückstände haben. Ideal sind blaue Fässer aus der Getränkeindustrie, die oft günstig zu bekommen sind.
Schritt 2: Loch für den Auslauf bohren
Etwa 5–7 cm über dem Boden bohren Sie ein Loch für den Auslaufhahn. Um Undichtigkeiten zu vermeiden, umwickeln Sie das Gewinde mit Teflonband und benutzen Sie Gummidichtungen auf beiden Seiten.
Schritt 3: Überlauföffnung anbringen
Nahe dem Tonnenrand bohren Sie eine Öffnung für einen Überlauf. Dort kann ein Gartenschlauch angeschlossen werden, der überschüssiges Wasser ableitet und die Hauswand schützt.
Schritt 4: Einfüllöffnung für Regenwasser schaffen
Oben schneiden Sie eine Öffnung aus, die mit dem Fallrohr übereinstimmt. Das Maschensieb wird darübergelegt, um Blätter, Insekten und Mücken fernzuhalten. Fixieren Sie es mit Kabelbindern oder Schrauben.
Schritt 5: Tonne richtig aufstellen und erhöhen
Stellen Sie die Regentonne auf Ziegelsteine oder Betonklötze, damit das Wasser per Schwerkraft abfließen kann. Achten Sie auf einen ebenen, stabilen Untergrund direkt unter dem Fallrohr.
Schritt 6: Fallrohr anschließen
Kürzen Sie das Fallrohr oberhalb der Einfüllöffnung und installieren Sie bei Bedarf einen Abzweiger, der bei Regenwasser in die Tonne leitet und bei Füllstand umleitet.
Praktische Tipps für noch mehr Komfort
- Regentonne streichen: Dunkle Farben hemmen die Algenbildung und können mit Gartenmotiven gestaltet werden.
- Mehrere Tonnen verbinden: Mit Schläuchen lässt sich die Wassermenge erhöhen.
- Tröpfchenschlauch verwenden: Zum langsamen Bewässern direkt am Spigot anschließen.
- Regenwasser gezielt nutzen: Nur für Garten und Reinigung, nicht ungefiltert trinken.
Häufige Fragen zur eigenen Regentonne
Ist das Regenwasser für Gemüse unbedenklich?
Ja, solange das Dach nicht chemisch behandelt ist. Bei Asphalt-Dächern sollte das Wasser eher gefiltert werden.
Kann die Regentonne im Winter draußen bleiben?
Bei Frost sollten Sie das Wasser ablassen und die Tonne trocken lagern, um Frostschäden zu vermeiden.
Wie viel Wasser kann ich sammeln?
Bei einem 100 m² großen Dach liefern 2,5 cm Regen bereits rund 2.500 Liter Wasser!
Fazit: Ihr Garten wird es Ihnen danken
Mit einer selbstgebauten Regentonne sparen Sie nicht nur Wasser und Geld, sondern unterstützen auch die Umwelt. In wenigen Stunden schaffen Sie sich eine nachhaltige Bewässerungslösung, mit der Ihre Pflanzen prächtig gedeihen.
Starten Sie noch heute, sammeln Sie das nächste Regenwasser und tun Sie Ihrem Garten etwas Gutes.
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